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Abutilon theophrasti

Abutilon theophrasti

Samtpappel·Medik.

GBIF:100342690

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Die Samtpappel oder Lindenblättrige Schönmalve (Abutilon theophrasti) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Abutilon innerhalb der Familie der Malvengewächse (Malvaceae).
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mini|links|Laubblatt mini|links|Blütenstand mini|Behaarter Stängel mini|links|Illustration mini|Unreife Frucht mini|Samen

Vegetative Merkmale Bei der Samtpappel handelt es sich um eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 1 und 2 Metern erreicht. Sie wächst aufrecht mit einer dominierenden Hauptachse. Die oberirdischen Pflanzenteile sind samtig behaart, deshalb der Trivialname Samtpappel. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist relativ lang. Die einfache Blattspreite ist rundlich herzförmig, wobei die Spitze auch dreieckig ausgezogen sein kann. Der Blattrand ist gezähnt. Von der Blattbasis gehen sieben bis elf starke Blattadern aus.

Generative Merkmale Die Blüten stehen in lockeren, zymösen, blattachselständigen Blütenständen. Der Blütenstiel ist 1 bis 4 Zentimeter lang. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig. Die lanzettlichen bis breit lanzettlichen Kelchblätter sind am Grund verwachsen. Die fünf Kronblätter sind dunkelgelb bis hell orangefarben, radförmig ausgebreitet und meist einen guten Zentimeter lang. Es sind 12 bis 15 Fruchtblätter vorhanden. Die charakteristisch geformte Spaltfrucht sind fast kugelig bis halbkugelförmig und zerfällt in 12 bis 15 Teilfrüchte, die sich bei Reife mit einem Schlitz auf der Außenseite öffnen. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 42.
CC-BY-SA 3.0
Literatur

Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands (= Die Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Band 2). Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz. Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-3364-4. Eva Haensel: Bekämpfung, Konkurrenz und Diversität von Abutilon theophrasti MED. (Lindenblättrige Schönmalve) in Zuckerrüben; Universitäts- und Landesbibliothek Bonn, Landwirtschaftliche Fakultät, 2005 ([1])



Einzelnachweise

Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. S. 659.



Weblinks





Thomas Meyer: Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben). Invasive gebietsfremde Arten - Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft.

Kategorie:Malvengewächse Kategorie:Invasiver Neophyt auf der schwarzen Liste (Schweiz)
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Es handelt sich ursprünglich um eine mittel- oder südasiatische Art, wobei die genaue Verbreitung nicht bekannt ist. Abutilon theophrasti ist in weiten Teilen Eurasiens und Nordamerikas ein Neophyt. In Europa kam sie danach hauptsächlich in Südeuropa vor, und nur sehr vereinzelt in Mitteleuropa. Seit 1990 und besonders seit 2000 tritt sie aber in ganz Mitteleuropa vermehrt auf. Man findet sie vor allem in Rübenäckern, da die dafür zugelassenen Herbizide keinen Schutz gegen Abutilon theophrasti bieten. Abutilon theophrasti wurde bereits im 18. Jahrhundert in Teile Europas, darunter auch Deutschland, Nordamerikas und Australiens als Faserpflanze eingeführt, wo sie sich aber gegenüber Faserpflanzen wie Hanf, Lein oder der eingeführten Baumwolle nicht durchsetzen konnte. In China wird sie immer noch angebaut. Die Pflanze wurde aufgrund ihres Ausbreitungspotenzials und der Schäden in den Bereichen Biodiversität, Gesundheit bzw. Ökonomie in die Schwarze Liste der invasiven Neophyten der Schweiz aufgenommen. Die Samtpappel ist in allen Kulturen als Unkraut anzutreffen, stellt jedoch besonders im Rüben- und Sojaanbau ein Problem dar, da anders als im Maisanbau keine Herbizide mit ausreichender Wirkung zugelassen sind.ages.at. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt & al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2+w (frisch und wechselfeucht), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 5 (sehr warm-kollin), Nährstoffzahl N = 4 (nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).
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Döring M (2022). German Wikipedia - Species Pages. Wikimedia Foundation. Checklist dataset https://doi.org/10.15468/4wn9dt accessed via GBIF.org on 2026-06-14.

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16c3f9cb-4b19-4553-ac8e-ebb90003aa02
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2139799
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