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Mygalomorphae

Mygalomorphae

Vogelspinnenartige·Pocock, 1892

GBIF:100346283

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Vogelspinnenartige (Mygalomorphae) sind eine Unterordnung von Spinnentieren aus der Ordnung der Webspinnen. Eine ältere Bezeichnung ist Orthognatha (Parallelkiefer). Die Vogelspinnenartigen umfassen 20 Familien mit 351 Gattungen und insgesamt 3037 Arten. (Stand: Dezember 2018)
CC-BY-SA 3.0
Die Verwandtschaftsverhältnisse innerhalb der Vogelspinnenartigen zeigt das nachfolgende Kladogramm nach Raven, 1985. Nicht im Kladogramm enthalten sind die Familien Euctenizidae (7 Gattungen, 76 Arten), eine frühere Unterfamilie der Cyrtaucheniidae, und die Halonoproctidae (6 Gattungen, 84 Arten), deren Gattungen früher zu den Ctenizidae gestellt wurden. Gattungs- und Artenanzahlen gemäß World Spider Catalog. (Stand: Dezember 2018)
CC-BY-SA 3.0
Die Tiere sind häufig relativ groß und leben vorwiegend in warmen Klimata. Die Mundwerkzeuge (Cheliceren) arbeiten fast parallel zueinander (orthognath), nicht zangenartig gegeneinander (labidognath). Die Augen liegen meist nahe beieinander auf einem flachen Hügel auf der Rückenpanzerung (Carapax). Die Hüften der Pedipalpen (in Fühler umgewandeltes Beinpaar der Spinnen) ähneln außer bei den Atypidae stark den Hüften der Beine. Sie haben meist zwei Paar Fächertracheen und vier, seltener drei Ostienpaare sowie zwei Paar Coxaldrüsen.

Grammostola rosea chelicere.jpg|Die Cheliceren der Vogelspinnenartigen sind nach vorne gerichtet (orthognath), hier am Beispiel einer [[Rote Chile-Vogelspinne|Roten Chile-Vogelspinne]] (''Grammostola rosea''). Cheiracanthium punctorium frei 1 17 Forst Jungfernhdeide Jg 46 070920.jpg|Echte Webspinnen wie der [[Ammen-Dornfinger]] (''Cheiracanthium punctorium'') haben hingegen nach innen gerichtete Cheliceren (labidognath).

Vogelspinnenartige haben meist zwei Paar, seltener eine oder drei Paar Spinnwarzen. Das vordere und das mittlere Spinnwarzenpaar fehlen immer, es existiert weder ein Cribellum noch ein Calamistrum. Die Eingänge der Samenspeicher (Spermathek oder Receptacula seminis) gehen direkt von der Vagina aus, den Weibchen fehlt eine regulierbare, die inneren Geschlechtsorgane blockierende Abdeckung (Epigyne) und damit auch die Möglichkeit, die zum Uterus externus führenden Befruchtungsgänge für den Samen zu verschließen, bzw. Paarung und Befruchtung der Eier zeitlich voneinander zu trennen, wie es bei den Weibchen entelegyner Webspinnen der Fall ist. Einfacher gebaut sind auch die Pedipalpen der Vogelspinnenartigen, sowie die bei den Männchen zum sekundären Geschlechtsorgan umgewandelten Bulben an deren Ende, welche bei dieser Unterordnung meist birnenförmig und stark gepanzert sind. Bei den Vogelspinnenartigen erreichen beide Geschlechter in der Regel ein wesentlich höheres Alter, als es von den echten Webspinnen bekannt ist, wobei die Weibchen die Männchen stets deutlich überdauern (Brachypelma smithi-Weibchen in Gefangenschaft etwa bis zu 25 Jahre, Weibchen einiger Atypus-Arten immerhin bis 10 Jahre). Das höchste dokumentierte Alter einer Spinne lag bei 43 Jahren für ein Weibchen der Art Gaius villosus (Idiopidae). Auch das wird als archaisches Merkmal dieser Spinnen aufgefasst. Zumindest im Umfang ähnlich große Arten finden sich auch unter den folgenden Familien oder Gattungen der Echten Webspinnen (Araneomorphae):

Wolfsspinnen Riesenkrabbenspinnen Seidenspinnen Zitterspinnen
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Döring M (2022). German Wikipedia - Species Pages. Wikimedia Foundation. Checklist dataset https://doi.org/10.15468/4wn9dt accessed via GBIF.org on 2026-06-15.

LicensePublished 8/1/2022View dataset
GBIF Usage Key
100346283
Dataset Key
16c3f9cb-4b19-4553-ac8e-ebb90003aa02
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420234
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8/24/2023
Last Interpreted
5/28/2026