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Arthroleptidae

Arthroleptidae

Langfingerfrösche·Mivart, 1869

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Die Langfingerfrösche (Arthroleptidae) bilden eine Familie der Froschlurche (Anura). Sie kommen im kontinentalen Afrika südlich der Sahara vor. Zwei Arten treten endemisch auf den Inseln Príncipe und Bioko im Golf von Guinea auf.
CC-BY-SA 3.0
Es handelt sich überwiegend um kleinere Frösche. Einige Arten der Gattung Arthroleptis erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von nur 15 Millimetern. Die größte Art ist Trichobatrachus robustus, deren Männchen 130 Millimeter lang werden können. Diese Art ist die einzige in der Familie der Langfingerfrösche, bei der die Männchen regelmäßig größer werden als die Weibchen. Ein weiteres Merkmal, von dem auch die deutschsprachige Bezeichnung herrührt, sind die auffällig verlängerten Finger der Männchen bei einigen Arten der Gattungen Arthroleptis und Cardioglossa. Der dritte Finger ist zwei- bis dreimal länger als die übrigen Finger. Diese Form des Geschlechtsdimorphismus findet man sonst bei keinen anderen Froschlurchen. Ihre Funktion ist unklar. Bei den Gattungen Astylosternus, Scotobleps und Trichobatrachus, haben sowohl die Männchen als auch die Weibchen Klauen an den Beinen. Es sind dies die Endglieder der Zehen, die durch die Haut stoßen und der Verteidigung dienen. Zusätzlich gibt es bei Trichobatrachus-Männchen dünne fadenförmige Hautstrukturen, die wie Haare aussehen und an den Flanken und Schenkeln auftreten. Die einzige Art der Gattung, Trichobatrachus robustus, wird daher auch Haarfrosch genannt. Die Funktion dieser Hautanhänge ist noch nicht endgültig geklärt. Einerseits vergrößern sie die Oberfläche für die Hautatmung, da sie gut durchblutet sind, andererseits könnten sie als Schutz gegen Verletzungen bei Rivalenkämpfen unter den Männchen zur Paarungszeit dienen. Die Frösche besitzen acht präsakrale Wirbel, die ersten beiden sind nicht, wie bei vielen anderen Froschfamilien, miteinander verwachsen. Das Sternum ist teilweise knorpelig ausgebildet, was die Arthroleptidae von den Ranidae unterscheidet, zu denen sie früher oft gezählt wurden. Die Ranidae haben ein verknöchertes Sternum. Die Färbung der meisten Arten ist unauffällig und umfasst Braun- und Grautöne, einige Arten der Gattungen Leptodactylodon, Cardioglossa und Leptopelis (Waldsteigerfrösche) weisen jedoch eine lebhafte Färbung auf. Einige Waldsteigerfrösche haben sehr große, rot oder gelb gefärbte Augen. Die Farbmuster der Arten der Gattung Cardioglossa machen diese zu den farbenprächtigsten Amphibien Afrikas.
CC-BY-SA 3.0
Eine Kaulquappenphase weisen zwar die meisten Vertreter der Familie auf, es gibt jedoch auch solche mit einer direkten Larvenentwicklung innerhalb der Eier, aus denen schließlich fertige Jungfrösche schlüpfen. Dies ist bei allen Arten der namensgebenden Gattung Arthroleptis sowie vermutlich einem Teil der Leptopelis-Arten der Fall. Viele Langfingerfrösche leben in Wäldern, einige Arten kommen auch in feuchtem Grasland vor. Die meisten Arten leben auf dem Boden in der Laubstreu, Waldsteigerfrösche (gattung Leptopelis) sind jedoch hauptsächlich auf Bäumen zu finden. Der nur 2,5 Zentimeter lange Höhlenfrosch (Arthroleptis troglodytes) lebt in Höhlen und unter Steinen. Die Frösche ernähren sich von verschiedenen Gliederfüßern, die sie in der Streu finden, einige größere Arten fressen hauptsächlich Süßwasserschnecken.
CC-BY-SA 3.0
Die Langfingerfrösche gehören zusammen mit den verwandten Kurzkopffröschen (Brevicipitidae), den Hemisotidae und den Riedfröschen (Hyperoliidae) zu den Afrobatrachia.

Unterfamilien mini|Haarfrosch (Trichobatrachus robustus); getrocknetes Museumsexemplar Gegenwärtig werden drei Unterfamilien unterschieden. Die artenreichste, die Arthroleptinae, wurde früher entweder zu den Echten Fröschen (Ranidae) oder auch zu den Riedfröschen (Hyperoliidae) gestellt. Zeitweise wurden auch noch die Gattungen der ehemaligen Familie Astylosternidae (unter anderem mit dem Haarfrosch) in die Arthroleptinae integriert; später wurde erstere als Astylosterninae wieder in den Unterfamilienrang erhoben, da sie als Schwestergruppe aller übrigen Langfingerfrösche ermittelt worden war. Die dritte Unterfamilie, die Waldsteigerfrösche (Leptopelinae), die früher lange den Riedfröschen (Hyperoliidae) zugerechnet wurden, steht phylogenetisch möglicherweise innerhalb der Arthroleptinae. Nach wie vor gilt die Systematik der Arthroleptidae aber als nicht zufriedenstellend geklärt.

Arten mini|Arthroleptis adelphus mini|Arthroleptis palava mini|Arthroleptis poecilonotus mini|Arthroleptis variabilis mini|Arthroleptis wahlbergii mini|Arthroleptis xenochirus mini|Cardioglossa leucomystax mini|Cardioglossa oreas In der Referenzliste Amphibian Species of the World umfasst die Familie 150 Arten. Stand: 9. Mai 2022 Unterfamilie Arthroleptinae , 1869 (66 Arten)

Gattung Arthroleptis , 1849 (48 Arten) Arthroleptis adelphus , 1966 Arthroleptis adolfifriederici , 1911 Arthroleptis affinis , 1939 Arthroleptis anotis , , , & , 2011 Arthroleptis aureoli , 1964) Arthroleptis bioko , 2010 Arthroleptis bivittatus , 1885 Arthroleptis brevipes , 1924 Arthroleptis carquejai , 1906 Arthroleptis crusculum , 1950 Arthroleptis fichika , 2009 Arthroleptis formosus , , & , 2011 Arthroleptis francei , 1953 Arthroleptis hematogaster , 1954) Arthroleptis kidogo , 2009 Arthroleptis krokosua , & , 2008 Arthroleptis kutogundua , 2012 Arthroleptis lameerei , 1921 Arthroleptis langeri , , & , 2009 Arthroleptis loveridgei , 1933 Arthroleptis mossoensis , 1954) Arthroleptis nguruensis , & , 2009 Arthroleptis nikeae , 2003 Arthroleptis nimbaensis , 1950 Arthroleptis nlonakoensis , & , 2006) Arthroleptis palava , & , 2010 Arthroleptis perreti , , & , 2009 Arthroleptis phrynoides , 1976) Arthroleptis poecilonotus , 1863 Arthroleptis pyrrhoscelis , 1952 Arthroleptis reichei , 1911 Arthroleptis schubotzi , 1911 Arthroleptis spinalis , 1919 Arthroleptis stenodactylus , 1893 Arthroleptis stridens , 2007) Arthroleptis sylvaticus , 1954) Arthroleptis taeniatus , 1906 Arthroleptis tanneri , 1983 Arthroleptis troglodytes , 1963 Arthroleptis tuberosus , 1905 Arthroleptis variabilis , 1893 Arthroleptis vercammeni , 1954) Arthroleptis wagneri , 1930 Arthroleptis wahlbergii , 1849 Arthroleptis xenochirus , 1905 Arthroleptis xenodactyloides , 1933 Arthroleptis xenodactylus , 1909 Arthroleptis zimmeri , 1925) Gattung Cardioglossa , 1900 – Herzzüngler (18 Arten) Cardioglossa alsco , , & , 2004 Cardioglossa annulata , , , & , 2015 Cardioglossa congolia , , & , 2015 Cardioglossa cyaneospila , 1950 Cardioglossa elegans , 1906 Cardioglossa escalerae , 1903 Cardioglossa gracilis , 1900 Cardioglossa gratiosa , 1972 Cardioglossa inornata , 1952 Cardioglossa leucomystax , 1903) Cardioglossa melanogaster , 1972 Cardioglossa nigromaculata , 1908 Cardioglossa occidentalis , , , , , , & , 2008 Cardioglossa oreas , 1972 Cardioglossa pulchra , 1963 Cardioglossa schioetzi , 1982 Cardioglossa trifasciata , 1972 Cardioglossa venusta , 1972

Die Art Arthroleptis lonnbergi wurde als Mertensophryne lonnbergi in die Gattung Mertensophryne der Familie Bufonidae gestellt. Arthroleptis wagneri wurde 2018 aus der Synonymie mit Arthroleptis wahlbergii, in die sie 1954 gestellt worden war, entfernt und als eigenständige Art anerkannt. Cardioglossa aureoli wurde in die Gattung Arthroleptis (siehe oben) klassifiziert. Cardioglossa manengouba wurde mit Cardioglossa oreas synonymisiert. Unterfamilie Astylosterninae , 1927 (30 Arten)

Gattung Astylosternus , 1898 (13 Arten) Astylosternus batesi , 1900) Astylosternus diadematus , 1898 Astylosternus fallax , 1978 Astylosternus laticephalus , , , , , & , 2012 Astylosternus laurenti , 1978 Astylosternus montanus , 1978 Astylosternus nganhanus , 1978 Astylosternus occidentalis , 1931 Astylosternus perreti , 1978 Astylosternus ranoides , 1978 Astylosternus rheophilus , 1978 Astylosternus robustus , 1900) Astylosternus schioetzi , 1978



Gattung Leptodactylodon , 1903 (15 Arten) Leptodactylodon albiventris , 1905) Leptodactylodon axillaris , 1971 Leptodactylodon bicolor , 1971 Leptodactylodon blanci , 1999 Leptodactylodon boulengeri , 1910 Leptodactylodon bueanus , 1981 Leptodactylodon erythrogaster , 1971 Leptodactylodon mertensi , 1959 Leptodactylodon ornatus , 1971 Leptodactylodon ovatus , 1903 Leptodactylodon perreti , 1971 Leptodactylodon polyacanthus , 1971 Leptodactylodon stevarti & , 2003 Leptodactylodon ventrimarmoratus , 1904) Leptodactylodon wildi & , 2000



Gattung Nyctibates , 1904 (mit nur einer Art) Nyctibates corrugatus , 1904

mini|Scotobleps gabonicus

Gattung Scotobleps , 1900 (mit nur einer Art) Scotobleps gabonicus , 1900

Der Haarfrosch Trichobatrachus robustus wurde als Astylosternus robustus in die Gattung Astylosternus gestellt. Unterfamilie Leptopelinae , 1972

Gattung Leptopelis , 1859 – Waldsteigerfrösche (54 Arten, dort aufgelistet)
CC-BY-SA 3.0
Nur zwei Gattungen, nämlich Arthroleptis und Leptopelis kommen im südlichen und östlichen Afrika vor, die anderen sind in West- und Zentralafrika verbreitet. Die Gattungen Leptodactylodon, Nyctibates, Scotobleps und Trichobatrachus leben ausschließlich in den tiefer liegenden Waldzonen um den Golf von Guinea. Auf der Insel Príncipe, die diesem Golf vorgelagert ist, lebt Leptopelis palmatus als Endemit. Ebenfalls endemisch ist die Art Arthroleptis bioko, die auf der zu Äquatorialguinea gehörenden Insel Bioko, ebenfalls im Golf von Guinea gelegen, entdeckt und im Jahr 2010 beschrieben wurde. Auf Bioko leben auch weitere Arten der Gattungen Arthroleptis und Leptopelis, die aber auch auf dem Festland vertreten sind. Arthroleptis bioko kommt bis in 1820 Metern Höhe vor, die Höhenverteilung der gesamten Familie liegt zwischen Seehöhe und 2700 Metern über dem Meeresspiegel.
CC-BY-SA 3.0

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Common names used for this species across different languages and regions. 1 preferred.

deuLangfingerfröschedeu

Vernacular (common) names are the everyday names used for a species in different languages and regions. A single species may have dozens of common names worldwide. 1 name preferred.

deuLangfingerfrösche
deupreferred

CLASSIFICATION

Taxonomic Classification Tree

ChordataAnuraArthroleptidae

HIERARCHY

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Cardioglossa leucomystax

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Species pages extracted from the German Wikipedia article XML dump from 2022-08-01. Multimedia, vernacular names and textual descriptions are extracted, but only pages with a taxobox or speciesbox template are recognized. See https://github.com/mdoering/wikipedia-dwca for details.

Döring M (2022). German Wikipedia - Species Pages. Wikimedia Foundation. Checklist dataset https://doi.org/10.15468/4wn9dt accessed via GBIF.org on 2026-06-14.

LicensePublished 8/1/2022View dataset
GBIF Usage Key
100355145
Dataset Key
16c3f9cb-4b19-4553-ac8e-ebb90003aa02
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3076
Taxon ID
1283220
Last Crawled
8/24/2023
Last Interpreted
5/28/2026