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Bonelliidae
Lacaze-Duthiers, 1858
GBIF:165184771
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Bonelliidae ist der Name einer Familie der Igelwürmer (Echiura), deren in Meeren weltweit verbreitete Vertreter sich durch einen ausgeprägten Sexualdimorphismus auszeichnen: Die Zwergmännchen leben im Inneren oder an der Proboscis der weitaus größeren Weibchen, von denen sie in Bezug auf Ernährung und Schutz völlig abhängig sind. Am besten untersucht ist die auch in europäischen Gewässern lebende Art Bonellia viridis.
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Im östlichen Atlantischen Ozean einschließlich Nordsee und Mittelmeer ist Bonellia viridis verbreitet, bei der neben dem Sexualdimorphismus auch die phänotypische Geschlechtsbestimmung eingehend untersucht worden ist. In australischen Gewässern sind Metabonellia haswelli und Pseudobonellia biuterina häufig, die sich beide ähnlich wie Bonellia viridis durch eine grüne Hautfärbung und eine gegabelte Proboscis auszeichnen.
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Die Familie Bonelliidae wurde 1858 von dem französischen Zoologen Lacaze-Duthiers aufgestellt. Typusgattung ist Bonellia Rolando 1821.
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Die Familie Bonelliidae wird in 41 Gattungen unterteilt:Bonelliidae Lacaze-Duthiers, 1858. WoRMS, 2018. Abgerufen am 10. Mai 2018.
Acanthobonellia Fisher, 1948 Acanthohamingia Ikeda, 1910 Achaetobonellia Fisher, 1953 Alomasoma Zenkevitch, 1958 Amalosoma Fisher, 1948 Archibonellia Fischer, 1919 Bengalus Biseswar, 2006 Biporus Murina & Popkov, 2000 Bonellia Rolando, 1822 Bonelliopsis Fisher, 1946 Bruunellia Zenkevitch, 1966 Charcotus DattaGupta, 1981 Choanostomellia Zenkevitch, 1964 Dattaguptus Murina & Popkov, 2000 Eubonellia Fisher, 1946 Hamingia Danielssen & Koren, 1880 Ikedella Monro, 1927 Jakobia Zenkevitch, 1958 Kurchatovus DattaGupta, 1977 Maxmuelleria Bock, 1942 Metabonellia Stephen & Edmonds, 1972 Nellobia Fisher, 1946 Prometor Fisher, 1948 Protobonellia Ikeda, 1908 Pseudobonellia Johnston & Tiegs, 1919 Pseudoikedella Murina, 1978 Sluiterina Monro, 1927 Torbenwolffia Zenkevitch, 1966 Vitjazema Zenkevitch, 1958 Zenkevitchiola Murina, 1978
Acanthobonellia Fisher, 1948 Acanthohamingia Ikeda, 1910 Achaetobonellia Fisher, 1953 Alomasoma Zenkevitch, 1958 Amalosoma Fisher, 1948 Archibonellia Fischer, 1919 Bengalus Biseswar, 2006 Biporus Murina & Popkov, 2000 Bonellia Rolando, 1822 Bonelliopsis Fisher, 1946 Bruunellia Zenkevitch, 1966 Charcotus DattaGupta, 1981 Choanostomellia Zenkevitch, 1964 Dattaguptus Murina & Popkov, 2000 Eubonellia Fisher, 1946 Hamingia Danielssen & Koren, 1880 Ikedella Monro, 1927 Jakobia Zenkevitch, 1958 Kurchatovus DattaGupta, 1977 Maxmuelleria Bock, 1942 Metabonellia Stephen & Edmonds, 1972 Nellobia Fisher, 1946 Prometor Fisher, 1948 Protobonellia Ikeda, 1908 Pseudobonellia Johnston & Tiegs, 1919 Pseudoikedella Murina, 1978 Sluiterina Monro, 1927 Torbenwolffia Zenkevitch, 1966 Vitjazema Zenkevitch, 1958 Zenkevitchiola Murina, 1978
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Die Weibchen der Bonelliidae haben einen 0,7 bis 15 cm langen, ei- bis zigarren- oder wurstförmigen Rumpf, der meist hell- bis dunkelgrün gefärbt ist. Die Proboscis, deren distales Ende oft gegabelt ist, kann auf ein Vielfaches der Rumpflänge ausgefahren werden und dient dem Abweiden mikroskopischer Nahrungspartikel vom Sediment. Am Rumpf sitzt der Mund nahe der Basis der Proboscis. Die Weibchen haben ein oder zwei Nephridien, die gleichzeitig als Eileiter dienen, mit einem vorn an der Basis oder am Ende sitzenden Nephrostom. Meist sind zwei bauchseitige Borsten (Chaetae) vorhanden, die jedoch bei einigen Tiefseearten fehlen, während Afterborsten stets fehlen. Die beiden Aftergefäße sind meist stark verzweigt. Wie bei den meisten Igelwürmern ist das Blutgefäßsystem geschlossen, wobei das Rückengefäß und das neurointestinale Gefäß durch Kapillaren oder auch Lakunen in der Darmwand verbunden sind. Die meist 1 bis 6 mm, bei Metabonellia bis 2 cm langen, abgeflachten und unpigmentierten Zwergmännchen leben bei den meisten Arten in dem auch als Eileiter dienenden Nephridium des Weibchens, bei manchen Arten aber außen an der Proboscis oder in einem speziellen Schlauch innerhalb des Weibchens, in der Regel in größerer Anzahl. Mit Ausnahme der stark entwickelten Hoden sind beim Männchen die inneren Organe wie Darmkanal, Blutgefäßsystem und Nervensystem stark reduziert, doch ist zumindest das Coelom wie auch Nephridien beim Männchen von Bonellia viridis voll ausgebildet. Die Körperoberfläche der Männchen ist mit vielbewimperten Zellen überzogen. Die Männchen werden über die Körpersäfte des Weibchens ernährt.
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Igelwürmer der Familie Bonelliidae sind weltweit in kalten wie auch warmen Meeren von flachen Gewässern bis in die Tiefsee verbreitet. Sie bewegen kaum ihren Rumpf, der in einer Höhle im Sand, Schlamm oder Fels verankert ist, strecken dafür aber ihre Proboscis auf eine mehrfache Länge des Rumpfes aus, um Detritus und Kleinstlebewesen vom Substrat abzuweiden. Bisher sind keine Bonelliidae beim Graben einer Höhle beobachtet worden; es werden bereits bestehende, oft von anderen Tieren gegrabene Höhlen besiedelt.
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