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Dorvilleidae
Chamberlin, 1919
GBIF:165184795
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Dorvilleidae ist der Name einer Familie winziger bis mittelgroßer Vielborster (Polychaeta), die in Meeren weltweit verbreitet sind und sich teils von Detritus, teils von Pflanzen, Kleintieren und Aas ernähren.
CC-BY-SA 3.0
Die meisten Dorvilleidae sind getrenntgeschlechtlich. Manchen Arten bilden zur Paarung schwimmende Epitoken mit vergrößerten Augen und zahlreicheren und längeren Borsten aus. Die Gameten werden bei diesen Arten wie den meisten Dorvilleidae ins freie Meerwasser entlassen, wo die Befruchtung stattfindet. Die Eier entwickeln sich über eine eher kurze pelagische Phase als Larve (Polytrocha und Nectochaeta). Einige kleinere Arten der Gattung Ophryotrocha sind Zwitter, die ihre Eier zur Befruchtung gegenseitig austauschen, in röhrenförmigen Eigelegen ablegen und durch Bebrüten dieser Kokons gemeinsame Brutpflege betreiben.Gabriella Sella (1991): Evolution of Biparental Care in the Hermaphroditic Polychaete Worm Ophryotrocha diadema. Evolution 45 (1), S. 63–68.
CC-BY-SA 3.0
Viele Dorvilleidae sind Detritusfresser oder Substratfresser, welche die organischen Bestandteile des verschluckten Sediments verdauen und die mineralischen Anteile unverändert ausscheiden. In diese Gruppe gehört Schistomeringos loveni, der sich aber wahrscheinlich auch in Kalkstein etwa von Korallenskeletten bohren kann. Andere Arten, insbesondere in der Gattung Ophryotrocha, kratzen mit ihren Kiefern Algen vom festen Substrat ab. Viele Arten der Dorvilleidae sind Fleischfresser oder Aasfresser. Alle Arten der Gattung Iphitime und manche in der Gattung Ophryotrocha leben als Kommensalen, eventuell auch als Parasiten in den Kiemenhöhlen oder auf dem Carapax von Zehnfußkrebsen.
CC-BY-SA 3.0
Zur Familie Dorvilleidae werden folgende Gattungen gezählt:Dorvilleidae Chamberlin, 1919. WoRMS, 2018. Abgerufen am 19. November 2018.
Anchidorvillea Hilbig & Blake, 1991 Apodotrocha Westheide & Riser, 1983 Apophryotrocha Jumars, 1974 Arenotrocha Westheide & von Nordheim, 1985 Coelobranchus Izuka, 1912 Coralliotrocha Westheide & von Nordheim, 1985 Diaphorosoma Wolf, 1986 Dorvillea Parfitt, 1866 Eliberidens Wolf, 1986 Enonella Stimpson, 1854 Eteonopsis Esmark, 1878 Exallopus Jumars, 1974 Gymnodorvillea Wainwright & Perkins, 1982 Ikosipodoides Westheide, 2000 Ikosipodus Westheide, 1982 Iphitime Marenzeller, 1902 Mammiphitime Orensanz, 1990 Marycarmenia Nunez, 1998 Meiodorvillea Jumars, 1974 Microdorvillea Westheide & Von Nordheim, 1985 Neotenotrocha Eibye-Jacobsen & Kristensen, 1994 Ophryotrocha Claparède & Mecznikow, 1869 Ougia Wolf, 1986 Parapodrilus Westheide, 1965 Parophryotrocha Hartmann-Schröder, 1971 Parougia Wolf, 1986 Petrocha Westheide, 1987 Pettiboneia Orensanz, 1973 Pinniphitime Orensanz, 1990 Prionognathus Protodorvillea Pettibone, 1961 Pseudophryotrocha Pusillotrocha Westheide & von Nordheim, 1985 Schistomeringos Jumars, 1974 Veneriserva Westheideia Wolf, 1986
Manche Autoren wie Gregory Rouse und Fredrik Pleijel zählten die Gattungen Dinophilus, Apharyngtus und Trilobodrilus, aber auch Diurodrilus zu den Dorvilleidae, doch werden diese heute meist in die eigenen Familien Dinophilidae (erste drei Gattungen) und Diurodrilidae gestellt.
Anchidorvillea Hilbig & Blake, 1991 Apodotrocha Westheide & Riser, 1983 Apophryotrocha Jumars, 1974 Arenotrocha Westheide & von Nordheim, 1985 Coelobranchus Izuka, 1912 Coralliotrocha Westheide & von Nordheim, 1985 Diaphorosoma Wolf, 1986 Dorvillea Parfitt, 1866 Eliberidens Wolf, 1986 Enonella Stimpson, 1854 Eteonopsis Esmark, 1878 Exallopus Jumars, 1974 Gymnodorvillea Wainwright & Perkins, 1982 Ikosipodoides Westheide, 2000 Ikosipodus Westheide, 1982 Iphitime Marenzeller, 1902 Mammiphitime Orensanz, 1990 Marycarmenia Nunez, 1998 Meiodorvillea Jumars, 1974 Microdorvillea Westheide & Von Nordheim, 1985 Neotenotrocha Eibye-Jacobsen & Kristensen, 1994 Ophryotrocha Claparède & Mecznikow, 1869 Ougia Wolf, 1986 Parapodrilus Westheide, 1965 Parophryotrocha Hartmann-Schröder, 1971 Parougia Wolf, 1986 Petrocha Westheide, 1987 Pettiboneia Orensanz, 1973 Pinniphitime Orensanz, 1990 Prionognathus Protodorvillea Pettibone, 1961 Pseudophryotrocha Pusillotrocha Westheide & von Nordheim, 1985 Schistomeringos Jumars, 1974 Veneriserva Westheideia Wolf, 1986
Manche Autoren wie Gregory Rouse und Fredrik Pleijel zählten die Gattungen Dinophilus, Apharyngtus und Trilobodrilus, aber auch Diurodrilus zu den Dorvilleidae, doch werden diese heute meist in die eigenen Familien Dinophilidae (erste drei Gattungen) und Diurodrilidae gestellt.
CC-BY-SA 3.0
Die Dorvilleidae sind in Meeren weltweit von seichten Gewässern bis in die Tiefsee verbreitet. Die meisten Arten graben sich aktiv durch Sedimentböden und scheiden dabei viel Schleim ab. Sie bewegen sich in der Regel recht mobil auf dem Substrat fort.
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Die Dorvilleidae haben einen schlanken und zylindrischen bis spindelförmigen Körper. Sie erreichen Längen von etwa 250 µm bei Neotenotrocha sterreri bis zu 10 cm bei Dorvillea australiensis, die ausgewachsen etwa 150 Segmente hat. Das kleine, halbkugelige bis näherungsweise kegelförmige Prostomium trägt dorsolateral ein Paar mehr oder weniger gegliederter Antennen und lateral ein Paar Palpen, doch können beide Paar Anhänge papillenartig reduziert sein oder selten ganz fehlen. Ebenso sitzt am Prostomium stets ein Paar undeutlicher Nuchalorgane, bis zu vier Augen, die bei manchen Arten fehlen, und manchmal eine Nackenpapille. Das Peristomium hat zwei Ringel ohne Tentakelcirren sowie ventral einen Mund mit zwei vorragenden seitlichen Lippen. Der ausstülpbare Pharynx hat chitinhaltige Kiefer: ventral ein Paar gerandete und vorn gezähnte, dunkle Mandibeln, dorsal Maxillen mit zahlreichen Zahnplatten in zwei bis vier Längsreihen, die hin und wieder ausgetauscht werden. Die Parapodien sind einästig oder undeutlich zweiästig. Soweit vorhanden, haben die Notopodien zylindrische Cirrophoren, eine Acicula und dorsale Cirren, die näherungsweise kegelförmigen Neuropodien ebenso eine Acicula und ventrale Cirren. Die oberen Borsten der Neuropodien sind einfach, schlank und kapillarförmig oder aciculär, manchmal kurz gegabelt, die unteren Borsten der Notopodien sind zusammengesetzt mit kurzen bis langen Spreiten. Die Tiere haben keine Kiemen, doch gibt es segmentweise Querreihen von Cilien. Am Pygidium sitzt dorsal der After mit zwei bis vier Analcirren. Die meisten Dorvilleidae haben Metanephridien und ein geschlossenes Blutgefäßsystem, wie es etwa bei Dorvillea sociabilis und Ophryotrocha puerilis untersucht worden ist. Die kleinsten Formen wie Apodotrocha progenerans haben dagegen Protonephridien und kein Blutgefäßsystem.
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