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Hesionidae
Grube, 1850
GBIF:165184799
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mini|Sirsoe methanicola frisst Bakterien, die auf Methaneis leben Hesionidae ist der Name einer Familie eher kleiner, meist sich räuberisch oder als Aasfresser, seltener von Bakterien oder Detritus ernährender, frei lebender Vielborster (Polychaeta), die in Meeren weltweit zu finden sind.
CC-BY-SA 3.0
Die Hesionidae sind allgemein getrenntgeschlechtlich, doch gibt es etwa bei Hesione pantherina protandrischen Hermaphroditismus. In den Gattungen Hesionides und Microphthalmus, die Sandlückensysteme bewohnen, gibt es auch simultane Zwitter. Manche Arten der Hesionidae schwimmen aktiv. Bei größeren Arten tritt die Geschlechtsreife im Alter von etwa 2 Jahren ein. Die Tiere können sich in ihrem Leben mehrmals paaren. Bei drei Arten der Hesionidae im verschmutzten Oslofjord (Norwegen) entwickeln sich die dotterlosen Eier, nachdem sie im freien Meerwasser befruchtet worden sind, zu frei schwimmenden Larven, die sich von Plankton ernähren. Nach 1 bis 2 Monaten sinken die Larven nieder und metamorphosieren zu kriechenden Tieren, deren Keimdrüsen erst im zweiten Lebensjahr beginnen, sich zu entwickeln. Ungeschlechtliche Vermehrung bei den Hesionidae ist unbekannt.
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Soweit bekannt, sind die meisten Hesionidae Fleischfresser oder Aasfresser. Arten der Gattung Podarke bevorzugen offenbar Ruderfußkrebse der Ordnung Harpacticoida als Beutetiere. In den Gattungen Ophiodromus und Nereimyra finden sich sowohl Beutegreifer als auch Aasfresser. Dabei gibt es aktiv jagende wie auch Arten, die in ihren Höhlen auf vorbeikommende Beute warten. Diese wird durch chemische Sinneszellen oder Berührung mit den Cirren wahrgenommen. Sirsoe methanicola lebt dagegen auf Methaneis, wo sie Bakterien von Substrat abweidet.
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Die rund 150 Arten der Familie Hesionidae werden zu 3 Unterfamilien mit 32 Gattungen gerechnet:Hesionidae Grube, 1850. WoRMS, 2018. Abgerufen am 12. Dezember 2018.
Hesioninae Grube, 1850 Dalhousiella McIntosh, 1901 Hesione Lamarck, 1818 Leocrates Kinberg, 1866 Leocratides Ehlers, 1908 Lizardia Pleijel & Rouse, 2005 Pleijelius Salazar-Vallejo & Orensanz, 2006 Ophiodrominae Pleijel, 1998 Amphiduropsis Pleijel, 2001 Amphiduros Hartman, 1959 Neogyptis Pleijel, Rouse, Sundkvist & Nygren, 2012 Parahesione Pettibone, 1956 Gyptis Marion, 1874 Hesiobranchia Ruta & Pleijel, 2006 Hesiodeira Blake & Hilbig, 1990 Hesiolyra Blake, 1985 Heteropodarke Hartmann-Schröder, 1962 Mahesia Westheide, 2000 Oxydromus Grube, 1855 Podarkeopsis Laubier, 1961 Sinohesione Westheide, Purschke & Mangerich, 1994 Psamathinae Pleijel, 1998 Bonuania Pillai, 1965 Hesiocaeca Hartman, 1965 Hesiospina Imajima & Hartman, 1964 Micropodarke Okuda, 1938 Nereimyra Blainville, 1828 Psamathe Johnston, 1836 Sirsoe Pleijel, 1998 Syllidia Quatrefages, 1865 Vrijenhoekia Pleijel, Rouse, Ruta, Wiklund & Nygren, 2008 ohne Unterfamilie Elisesione Salazar-Vallejo, 2016 Struwela Hartmann-Schröder, 1959 Hesionella Hartman, 1939 Hesionides Friedrich, 1937 Microphthalmus Mecznikow, 1865
Hesioninae Grube, 1850 Dalhousiella McIntosh, 1901 Hesione Lamarck, 1818 Leocrates Kinberg, 1866 Leocratides Ehlers, 1908 Lizardia Pleijel & Rouse, 2005 Pleijelius Salazar-Vallejo & Orensanz, 2006 Ophiodrominae Pleijel, 1998 Amphiduropsis Pleijel, 2001 Amphiduros Hartman, 1959 Neogyptis Pleijel, Rouse, Sundkvist & Nygren, 2012 Parahesione Pettibone, 1956 Gyptis Marion, 1874 Hesiobranchia Ruta & Pleijel, 2006 Hesiodeira Blake & Hilbig, 1990 Hesiolyra Blake, 1985 Heteropodarke Hartmann-Schröder, 1962 Mahesia Westheide, 2000 Oxydromus Grube, 1855 Podarkeopsis Laubier, 1961 Sinohesione Westheide, Purschke & Mangerich, 1994 Psamathinae Pleijel, 1998 Bonuania Pillai, 1965 Hesiocaeca Hartman, 1965 Hesiospina Imajima & Hartman, 1964 Micropodarke Okuda, 1938 Nereimyra Blainville, 1828 Psamathe Johnston, 1836 Sirsoe Pleijel, 1998 Syllidia Quatrefages, 1865 Vrijenhoekia Pleijel, Rouse, Ruta, Wiklund & Nygren, 2008 ohne Unterfamilie Elisesione Salazar-Vallejo, 2016 Struwela Hartmann-Schröder, 1959 Hesionella Hartman, 1939 Hesionides Friedrich, 1937 Microphthalmus Mecznikow, 1865
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Die Hesionidae sind in Meeren weltweit meist unterhalb der Gezeitenzone bis in die Tiefsee verbreitet, wobei auf den Kontinentalschelfen besonders viele Arten und Individuen gefunden werden. Sie leben sowohl auf harten, felsigen Untergründen als auch auf weichem Sediment und treten selten in großer Individuenzahl auf. Arten der Gezeitenzone sind weitgehend auf das Sandlückensystem beschränkt.
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Die Vielborster der Familie Hesionidae werden bis zu 5,5 cm lang und zählen bis zu 80 Segmente. Sie haben als charakteristische Autapomorphie vorn 2 bis 4 miteinander verschmolzene Segmente mit wohl entwickelten, tassenförmigen Cirrophoren, in denen die oft durch Aciculae gestützten 4 bis 8 Paar Tentakel-Cirren sitzen, im übrigen aber einen nicht in Abschnitte gegliederten Körper mit durchgehend ähnlichen Segmenten, an deren Parapodien die zerbrechlichen dorsalen Cirren direkt oder mit einer verkümmerten Cirrophore ansetzen. Das Prostomium ist deutlich abgesetzt und trägt meist ein Paar Antennen, manchmal eine einzelne Mittelantenne, selten zwei Paar oder keine, außerdem fast immer auch ein Paar gegliederter Palpen an der Bauchseite. Die Nuchalorgane sitzen in Form bewimperter Flecken an hinteren Fortsätzen des Prostomiums. Das Peristomium ist zu Lippen um den Mund herum reduziert. Die Parapodien sind zweiästig, wobei die Notopodien stets kleiner als die Neuropodien sind. Sowohl dorsal als auch ventrale Cirren sind stets vorhanden, wobei letztere oft sehr lang sind und auch geringelt sein können. Auch Aciculae sind immer vorhanden. Die Borsten an den Notopodien sind, soweit vorhanden, einfach, die Borsten an den Neuropodien zusammengesetzt und sicheltragend. Am Pygidium sitzt ein Paar Cirren. Der Pharynx besteht aus einem vorderen und hinteren Abschnitt und kann Kiefer, Zähnchen oder weiche Papillen in einem Endring tragen. Die Nephridien sind meist als Mixonephridien ausgebildet.
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