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Cossura
Webster & Benedict, 1887
GBIF:165185395
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Bei der Gattung Cossura, die gleichzeitig die monogenerische Familie Cossuridae bildet, handelt es sich um eine Gruppe von Vielborstern (Polychaeta), die in Meeren weltweit als Detritusfresser von den Küsten bis in die Tiefsee zu finden sind. Die zeitweise als eigene Gattungen geführten Heterocossura und Cossurella wurden 2000 mit Cossura synonymisiert.
CC-BY-SA 3.0
Die Cossuridae sind wahrscheinlich meist oder ausschließlich getrenntgeschlechtlich, in manchen Fällen möglicherweise protandrische Zwitter, und entwickeln ihre Gameten in den weiter hinten liegenden Segmenten des Körpers. Reife Eizellen sind etwa 100 bis 130 μm groß und enthalten drei Typen von Dotterkörnchen. Jungtiere sind nur von Cossura pygodactylata in der französischen Bucht von Arcachon bekannt, wo ausschließlich benthische, den Adulttieren fast ganz gleichende Jungtiere in den oberen 2 cm des Schlamms mit hohem organischem Anteil beobachtet wurden. Zeitweise gibt es bis zu 32.000 Jungtiere pro m2, deren Zahlen in den nächsten Wochen jedoch drastisch sinken.
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Die Cossuridae sind Detritusfresser, an deren ausstülpbarem Buccalorgan am Dach der Buccalhöhle 15 stark bewimperte Tentakel sitzen. Sie unterscheiden sich von Tentakeln anderer Polychaetenfamilien auch darin, dass sie weder Coelomräume noch Ringmuskeln besitzen und deshalb nicht hydraulisch ausgestreckt oder zusammengezogen werden können. Die an ihnen sitzenden Cilien können jedoch einen Nahrungsstrom erzeugen, mit dem Nahrungspartikel in den offenen Mund gestrudelt werden.
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Die Cossuridae sind kleine, fadenförmige Ringelwürmer mit zahlreichen deutlichen Segmenten. Sie haben einen stumpfen Kopf ohne Anhänge und eine einzelne, lange, fadenförmige Kieme, die rückenseitig an einem der vorderen Segmente sitzt. Das Prostomium ist stumpf kegelförmig, das Peristomium dagegen ein deutlich abgesetzter Ring, der bisweilen als „borstenloses Segment“ bezeichnet wird. Die beiden Nuchalorgane sind ein Paar kurzer, bewimperter Rinnen, die dorso-lateral am Hinterende des Prostomiums sitzen. Die Längsmuskeln sind in Bündeln angeordnet. Das erste Segment und seine Anhänge sind den folgenden Segmenten ähnlich. Die Parapodien einander ähnelnde Äste, die am ersten oder den ersten Segmenten zusammenfließen und an denen kapillarförmige Borsten sitzen. Sowohl die Notopodien als auch die Neuropodien sind niedrig und rippenförmig oder papillenartig, und sowohl dorsale als auch ventrale Cirren fehlen ebenso wie Epidermis-Papillen. Bei manchen Arten sitzen allerdings am Pygidium drei oder auch mehr anale Cirren. Aciculae fehlen stets, und die Borsten sind gesäumte, schlanke kapillarartig, wobei nur in der Gattung Cossurella auch Stachelborsten an den hinteren Segmenten vorhanden sind. Der Darmkanal ist eine gerade Röhre, und eine Kehlmembran fehlt. Das geschlossene Blutgefäßsystem hat ein schwach entwickeltes Rückengefäß mit Anbindung an den Darmgefäßplexus und in der Rückenkieme zwei deutlich erkennbare Blutgefäße, während ein zentrales Herz fehlt. Die dünne Körperwand hat nur eine schwach entwickelte Muskelschicht. Der vordere Körperabschnitt, der Thorax, ist stärker mit Muskeln ausgestattet als der hintere Abschnitt, das Abdomen. Bei Cossura longocirrata besteht der Thorax aus etwa 20 bis 22 borstentragenden Segmenten und hat einen Durchmesser von 350 bis 400 μm. Das Abdomen besteht bei reifen Weibchen dieser Art aus 35 bis 43 Segmenten und ist 4 bis 5 mm lang. Die Epidermis ist hier etwa 4 bis 5 μm dick, wozu noch eine etwa 1 μm dicke Cuticula kommt.
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Harrison E. Webster und James E. Benedict beschrieben 1887 gleichzeitig mit der Typusart Cossura longocirrata die Gattung Cossura, die zunächst zu den Rankenwürmern (Cirratulidae) gerechnet wurde. John H. Day (1963) erhob die Gattung Cossura zu einer eigenen monogenerischen Familie, Cossuridae mit dem kennzeichnenden Merkmal einer einzelnen fadenförmigen Kieme am Rücken. Während Kristian Fauchald 1977 ihnen eine eigene Ordnung Cossurida zugestand, wurden sie von Gregory Rouse und Kristian Fauchald 1997 in die Ordnung Scolecida gestellt. Olga Hartman stellte 1976 für die seinerzeit im Indischen Ozean gefundenen Arten, bei denen an den hinteren Segmenten Stachelborsten vorkommen, eine eigene Gattung Cossurella auf. Geoffrey B. Read synonymisierte jedoch 2000 diese Gattung mit Cossura.
Arten Zur Gattung Cossura werden 28 Arten gezählt:Cossura Webster & Benedict, 1887. WoRMS, 2018. Abgerufen am 11. Dezember 2018.
Cossura abyssalis Hartman, 1967 Cossura aciculata (Wu & Chen, 1977) (Synonyme Heterocossura aciculata Wu & Chen, 1977 und Cossurella aciculata (Wu & Chen, 1977)) Cossura alba Hartman, 1967 Cossura bansei Hilbig, 1996 Cossura brunnea Fauchald, 1972 Cossura candida Hartman, 1955 Cossura chilensis Hartmann-Schröder, 1965 Cossura coasta Kitamori, 1960 Cossura consimilis Read, 2000 Cossura dayi Hartman, 1976 Cossura delta Reish, 1958 Cossura dimorpha (Hartman, 1976) (Synonym Cossurella dimorpha Hartman, 1976) Cossura flabelligera Zhadan, 2017 Cossura ginesi Liñero-Arana & Díaz-Díaz, 2010 Cossura heterochaeta Orensanz, 1976 Cossura hutchingsae Zhadan, 2015 Cossura keablei Zhadan, 2015 Cossura laeviseta Hartmann-Schröder, 1962 Cossura longocirrata Webster & Benedict, 1887 Cossura modica Fauchald & Hancock, 1981 Cossura pettiboneae (Ewing, 1987) (Synonym Cossurella pettiboneae Ewing, 1987) Cossura platypus Zhadan, 2017 Cossura pseudakaina (Ewing, 1987) (Synonym Cossurella pseudakaina Ewing, 1987) Cossura pygodactylata Jones, 1956 Cossura queenslandensis Zhadan, 2015 Cossura rostrata Fauchald, 1972 Cossura sima Fauchald, 1972 (Synonym Cossurella sima (Fauchald, 1972)) Cossura soyeri Laubier, 1964
Arten Zur Gattung Cossura werden 28 Arten gezählt:Cossura Webster & Benedict, 1887. WoRMS, 2018. Abgerufen am 11. Dezember 2018.
Cossura abyssalis Hartman, 1967 Cossura aciculata (Wu & Chen, 1977) (Synonyme Heterocossura aciculata Wu & Chen, 1977 und Cossurella aciculata (Wu & Chen, 1977)) Cossura alba Hartman, 1967 Cossura bansei Hilbig, 1996 Cossura brunnea Fauchald, 1972 Cossura candida Hartman, 1955 Cossura chilensis Hartmann-Schröder, 1965 Cossura coasta Kitamori, 1960 Cossura consimilis Read, 2000 Cossura dayi Hartman, 1976 Cossura delta Reish, 1958 Cossura dimorpha (Hartman, 1976) (Synonym Cossurella dimorpha Hartman, 1976) Cossura flabelligera Zhadan, 2017 Cossura ginesi Liñero-Arana & Díaz-Díaz, 2010 Cossura heterochaeta Orensanz, 1976 Cossura hutchingsae Zhadan, 2015 Cossura keablei Zhadan, 2015 Cossura laeviseta Hartmann-Schröder, 1962 Cossura longocirrata Webster & Benedict, 1887 Cossura modica Fauchald & Hancock, 1981 Cossura pettiboneae (Ewing, 1987) (Synonym Cossurella pettiboneae Ewing, 1987) Cossura platypus Zhadan, 2017 Cossura pseudakaina (Ewing, 1987) (Synonym Cossurella pseudakaina Ewing, 1987) Cossura pygodactylata Jones, 1956 Cossura queenslandensis Zhadan, 2015 Cossura rostrata Fauchald, 1972 Cossura sima Fauchald, 1972 (Synonym Cossurella sima (Fauchald, 1972)) Cossura soyeri Laubier, 1964
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Die Cossuridae leben in sandigem Schlamm in Tiefen von den seichten Bereichen der Gezeitenzone bis in die Tiefsee. Sie bauen keine festen Röhren, sondern zerbrechliche Schleimröhren, an denen Sedimentpartikel anhaften. Werden die Tiere aus dem Sediment gezogen, so zerbrechen sie für gewöhnlich und sterben.
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