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Glossoscolecidae

Michaelsen, 1900

GBIF:165185698

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Glossoscolecidae ist der Name einer Familie von Wenigborstern in der Ordnung der Crassiclitellata (Regenwürmer im weiteren Sinne), die in Mittelamerika und Südamerika verbreitet sind. Durch eine Revision 2012 und die Aufstellung der Familie Rhinodrilidae ist ihr Umfang stark eingegrenzt worden.
CC-BY-SA 3.0
Die Glossoscolecidae haben einen zylindrischen Körper ohne dorsale Poren. An jedem Segment sitzen vier Paar Borsten. Der Oesophagus bildet im 6. Segment einen Kaumagen, während es im 11. oder 12. Segment ein Paar außerhalb der Darmwand sitzende, verflochtene röhrenförmige Kalkdrüsen gibt. Der Typhlosolis ist klingenförmig mit einem Vorderabschnitt, in dem Zickzackfalten ventral verschmolzen und zu seitlichen Taschen gefaltet sind. Das geschlossene Blutgefäßsystem der Glossoscolecidae weist im Vorderteil des Körpers neben dem Bauch- und den Rückengefäß ein ähnlich wie letzteres gebautes supra-oesophageales Gefäß, ein paariges extra-oesophageales Gefäß in der Mitte der Herzen sowie unter dem Bauchmark ein der Körperwand anliegendes subneurales Gefäß auf. Die Nephridien sind wohl entwickelt als Holonephridien mit Nephridiostomata, im Mitteldarmbereich versikulär. Das Clitellum der Zwitter ist stets sattelförmig und nimmt, beginnend mit dem 14. Segment, bis zu 12 Segmente ein. Eine Tubercula pubertatis ist vorhanden. Die Tiere haben keine Prostatae. Die paarigen, adiverticulaten (keine Blindsäcke aufweisenden) Receptacula seminis sind entweder interparietal oder breiten sich frei ins Coelom aus und münden über unauffällige paarige, selten zahlreiche Öffnungen vor den gonadentragenden Segmenten nach außen. Die deutlich sichtbaren männlichen Geschlechtsöffnungen sitzen hinter den weiblichen und sind mit innerhalb des Coeloms befindlichen Bulbi ejaculatori verbunden, in welche die Spermienleiter führen.
CC-BY-SA 3.0
Die Familie Glossoscolecidae wurde 1900 von Wilhelm Michaelsen aufgestellt. Seitdem wurden hierher zahlreiche Gattungen gestellt, die nach der jüngsten Revision nicht mehr dazu zählen. Molekulargenetische Untersuchungen von Samuel Wooster James und Seana K. Davidson 2012 ergaben, dass die Glossoscolecidae, wie sie etwa von Reginald William Sims1981 beschrieben wurden, polyphyletisch sind und in zwei neue Familien unterteilt werden müssen, weshalb sie die Glossoscolecidae s. str. neu beschrieben und die Familie Pontoscolecidae fam. nov. um die Gattung Pontoscolex aufstellten. Noch im selben Jahr revidierte allerdings Samuel Wooster James den Namen, da bereits 1890 eine Familie Rhinodrilidae Benham, 1890 unter Einschluss von Pontoscolex begründet worden war. Somit zählt unter anderem der auf Grund seiner großen Verbreitung als invasive Art bekannte Pontoscolex corethrurus nicht mehr zur Familie Glossoscolecidae, sondern zur Familie Rhinodrilidae.

Gattungen nach der Revision durch James und Davidson (2012) Nach der Revision umfasst die Familie Glossoscolecidae sensu stricto nur noch 7 Gattungen:

Diaguita Cordero, 1942 Enantiodrilus Cognetti, 1902 Fimoscolex Michaelsen, 1900 Glossodrilus Cognetti, 1905 Glossoscolex Leuckardt, 1835 Holoscolex Cognetti, 1904 Righiodrilus Zicsi, 1995



Gattungen auf Grundlage der Beschreibung von Sims (1981) Vor der Revision wurden in die Familie Glossoscolecidae sensu lato etwa 25 Gattungen mit annähernd 200 Arten eingeschlossen:

Aicodrilus Righi, 1971 Alexidrilus Righi, 1971 Amazo Righi, Ayres & Bittencourt, 1976 Anagaster Friend, 1921 Andiodrilus Michaelsen, 1900 Andiorrhinus Cognetti, 1908 Andioscolex Michaelsen, 1927 Annadrilus Horst, 1893 Anteoides Cognetti, 1902 Anteus Perrier, 1872 Aptodrilus Cognetti, 1904 Atatina Righi, 1971 Aymara Michaelsen, 1935 Botarodrilus Zicsi, 1990 Bribri Righi, 1984 Chibui Righi & Guerra, 1985 Cirodrilus Righi, 1975 Diachaeta Benham, 1886 Diaguita Cordero, 1942 Enantiodrilus Cognetti, 1902 Estherella Gates, 1970 Eudevoscolex Cordero, 1944 Fimoscolex Michaelsen, 1900 Geoscolex Leuckardt, 1841 Glossocolex Leuckardt, 1836 Glossodrilus Cognetti, 1905 Glossoscolex Leuckardt, 1835 Goiascolex Righi, 1971 Hesperoscolex Michaelsen, 1900 Hexachyloscolex Zicsi & Csuzdi, 1999 Holoscolex Cognetti, 1904 Hypogaeon Savigny, 1820 Inkadrilus Michaelsen, 1917 Irewiae Drachenberg, [1989] 1992 Langioscolex Zicsi, 1990 Martiodrilus Michaelsen, 1937 Meroscolex Černosvitov, 1934 Onoreodrilus Zicsi, 1988 Onychochaeta Beddard, 1891 Opisthodrilus Rosa, 1895 Periscolex Cognetti, 1905 Pontoscolex Schmarda, 1861 Pseudochibui Drachenberg & Carlos, 1992 Quimbaya Michaelsen, 1935 Randdrilus Moreno & Pérez-Santos, 1997 Rhinodrilus Perrier, 1872 Righiodrilus Zicsi, 1995 Siphonogaster Levinsen, 1889 Tairona Righi, 1984 Tamayodrilus Zicsi, 1995 Thamnodrilus Beddard, 1887 Titanus Perrier, 1872 Trichochaeta Beddard, 1893 Tuiba Righi, Ayres & Bittencourt, 1976 Tykonus Michaelsen, 1892 Urobenus Benham, 1886 Urochaeta Perrier, 1872 Zongodrilus Righi, 1996
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Die Glossoscolecidae sind im tropischen Südamerika verbreitet, einzelne Vertreter der Gattung Glossodrilus auch in Mittelamerika einschließlich der karibischen Inseln Dominica und Martinique. Die Glossoscolecidae sind wie andere Crassiclitellaten Bodenbewohner und Substratfresser, welche die organischen Bestandteile des verschluckten Substrats verdauen.
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Döring M (2022). German Wikipedia - Species Pages. Wikimedia Foundation. Checklist dataset https://doi.org/10.15468/4wn9dt accessed via GBIF.org on 2026-06-14.

LicensePublished 8/1/2022View dataset
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10498499
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8/24/2023
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5/28/2026