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Allobates

Allobates

10.1080/00222933.2020.1727972·Zimmermann & Zimmermann, 1988

GBIF:165186865

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Allobates ist die einzige Gattung der Allobatinae, einer Unterfamilie von Froschlurchen aus der Familie der Aromobatidae. Die Gattung umfasst mehr als 50 Arten, die im tropischen Mittel- und Südamerika beheimatet sind.
CC-BY-SA 3.0
Ein großer Teil der Arten wurde in der Vergangenheit den Gattungen Colostethus und Epipedobates aus der Familie der Baumsteigerfrösche zugeordnet. Durch die taxonomische Eingliederung dieser Arten ist Allobates zu einer artenreichen Gattung angewachsen, die morphologisch, genetisch und ethologisch vielgestaltig ist. Obwohl ihre Monophylie gut belegt ist, ziehen die Beschreiber der Allobatinae daher eine künftige Aufspaltung in mehrere Gattungen in Betracht. Ende Januar 2013 waren 47 Arten der Gattung Allobates gültig beschrieben. 2013 kam Allobates amissibilis, eine daumennagelgroße Art aus dem Naturschutzgebiet Iwokrama Forest Reserve in Guyana hinzu, im September 2013 wurde Allobates flaviventris aus dem brasilianischen Bundesstaat Acre beschrieben. Ebenfalls in Brasilien, am Rio Tapajós im Bundesstaat Pará, ist Allobates magnussoni beheimatet, eine Allobates-Art, die im Dezember 2014 beschrieben wurde. Durch die Zusammenlegung der Arten Allobates sumtuosus (, 2002) und Allobates spumaponens ( & , 2007) sowie die Erstbeschreibungen von Allobates tapajos im Jahr 2015 und Allobates bacurau im Jahr 2016 sowie Allobates juami und Allobates tinae im Jahr 2018 und letztendlich mit A. carajas und A. nunciatus im Jahr 2019 waren somit nun 55 Arten bekannt. Im Jahr 2020 kamen die neuen Arten A. pacaas, A. caldwellae und A. velocicantus hinzu, im Jahr 2021 die Art Allobates grillicantus. A. alessandroi (Grant & Rodriguez, 2001) und A. cepedai (Morales 2002) wurden in die verwandte Gattung Hyloxalus transferiert Die Gattung Allobates umfasst somit 59 Arten: Stand: 13. März 2022 mini|Allobates olfersioides mini|Allobates talamancae mini|Allobates talamancae mini|Allobates trilineatus mini|Allobates zaparo Unterfamilie Allobatinae , , , , , , , , & , 2006

Gattung Allobates & , 1988 Allobates algorei & , 2009 Allobates amissibilis , & , 2013 Allobates bacurau , 2016 Allobates bromelicola (, 1956) Allobates brunneus (, 1887) Allobates caeruleodactylus ( & , 2001) Allobates caldwellae , & , 2020 Allobates carajas , & , 2019 Allobates caribe (, & , 2006) Allobates cepedai (, 2002) Allobates chalcopis (, & , 1994) Allobates conspicuus (, 2002) Allobates crombiei (, 2002) Allobates femoralis (, 1884) Allobates flaviventris , & , 2013 Allobates fratisenescus (, 2002) Allobates fuscellus (, 2002) Allobates gasconi (, 2002) Allobates goianus (, 1975) Allobates granti (, , , , , & , 2006) Allobates grillicantus & , 2021 Allobates grillisimilis , , & , 2013 Allobates hodli (, & , 2010) Allobates humilis (, 1980) Allobates ignotus (, 2012) Allobates insperatus (, 2002) Allobates juami , , & , 2018 Allobates juanii (, 1994) Allobates kingsburyi (, 1918) Allobates magnussoni , & , 2014 Allobates mandelorum (, 1932) Allobates marchesianus (, 1941) Allobates masniger (, 2002) Allobates mcdiarmidi ( & , 1992) Allobates melanolaemus ( & , 2001) Allobates myersi (, 1981) Allobates nidicola ( & , 2003) Allobates niputidea , & , 2007 Allobates nunciatus , & , 2019 Allobates olfersioides (, 1925) Allobates ornatus (, 2002) Allobates pacaas , , , , , & , 2020 Allobates paleci , , & , 2022 Allobates paleovarzensis , , & , 2010 Allobates peruvianus (, 1941) Allobates pittieri (, & , 2004) Allobates ranoides (, 1918) Allobates sanmartini (, & , 1986) Allobates sieggreenae , , , , & , 2021 Allobates subfolionidificans (, & , 2007) Allobates sumtuosus (, 2002) (Allobates spumaponens ( & , 2007) wurde mit A. sumtuosus synonymisiert) Allobates talamancae (, 1875) Allobates tapajos , & , 2015 Allobates tinae , & , 2018 Allobates trilineatus (, 1884) Allobates undulatus ( & , 2001) Allobates vanzolinius (, 2002) Allobates velocicantus , , & , 2020 Allobates wayuu (, & , 1999) Allobates zaparo (, 1976)Allobates. In: DahmsTierleben.

Die vier Arten aus den Wäldern der Atlantikküste Ostbrasiliens, Allobates alagoanus (, 1967), Allobates capixaba (, 1967), Allobates carioca (, 1967) und Allobates olfersioides (, 1925), wurden 2007 unter dem Namen des Letzteren zusammengefasst, da es sich wahrscheinlich um Varianten der gleichen Art handelt und keine eindeutigen Unterscheidungsmerkmale gegeben waren. Allobates craspedoceps (, 2004) wurde 2009 in die Gattung Hyloxalus in der Familie Dendrobatidae transferiert. Allobates rufulus (, 1990) wurde 2011 in die Gattung Anomaloglossus gestellt. Allobates alessandroi ( & , 2001) wurde im Jahr 2020 als Hyloxalus alessandroi in die Gattung Hyloxalus gestellt, ebenso Allobates picachos (, & , 2000).
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In der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN sind gegenwärtig 46 der 50 Arten erfasst, wobei allerdings bei 23 Arten das Datenmaterial unzureichend ist. Die verbleibenden 23 Arten sind von Least Concern (nicht gefährdet) bis Critically Endangered (vom Aussterben bedroht) eingestuft. Die kolumbianische Art A. juanii wurde zum letzten Mal 2002 gesichtet und gilt als vom Aussterben bedroht. A. femoralis und A. zaparo sind im Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens aufgeführt.
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Vertreter der Gattung Allobates finden sich im Tropengürtel Mittel- und Südamerikas sowie auf den Kleinen Antillen. Die meisten Arten finden sich östlich der Anden im Amazonasbecken und den Guyanas. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Brasilien, Bolivien, Peru, Ecuador, Kolumbien, Venezuela, Guyana, Suriname und Französisch-Guayana. A. chalcopis tritt auf Martinique auf. A. talamancae ist im pazifischen Tiefland von Ecuador und Kolumbien, sowie in Mittelamerika bis ins südliche Nicaragua verbreitet.
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Die Arten aus der Gattung Allobates sind tagaktive Bewohner des Tropischen Regenwaldes. Einige Vertreter kommen nur in unmittelbarer Nähe von Gewässern vor, während andere sich auch weiter davon entfernen. Die Kaulquappen werden von erwachsenen Tieren auf dem Rücken transportiert, und zwar in der Regel entweder nur von den Männchen oder von beiden Geschlechtern. Bei A. talamancae transportieren hingegen nur die Weibchen Kaulquappen auf ihrem Rücken, und bei A. nidicola tritt das Verhalten überhaupt nicht auf. Die Kaulquappen wachsen typischerweise in stehenden oder fließenden Gewässern am Boden auf. Nur bei A. femoralis wachsen sie auch in Phytotelmata auf Pflanzen heran, die allerdings ebenfalls nahe am Boden wachsen.
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Der vierte Finger ist verkürzt. Der dritte Finger weist bei geschlechtsreifen Männchen eine Schwellung auf. Zwischen der ersten und zweiten, sowie zwischen der zweiten und dritten Zehe sind keine Schwimmhäute ausgebildet. Auf der basalen Innenseite der Oberschenkel findet sich seitlich der Kloake ein blasser Fleck. Der seitliche Streifen, der diagonal von der Hüftbeuge bis über die Augen verläuft, ist diffus. Der Bauch der Männchen ist frei oder nahezu frei von Pigmentzellen und erscheint deshalb blass. Gaumenbeine fehlen.
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Die Unterfamilie Allobatinae wurde zusammen mit der Familie Aromobatidae neu errichtet. Sie stellt innerhalb der Aromobatidae die Schwestergruppe der Aromobatinae dar, ist also phylogenetisch mit diesen näher verwandt als mit der Unterfamilie Anomaloglossinae. Bei der Erstbeschreibung wurden in der abschließenden Klassifikation der Aromobatidae zunächst nur zwei Unterfamilien, Anomaloglossinae und Aromobatinae, erwähnt und als Schwestergruppen beschrieben. Im Anschluss folgte jedoch die Beschreibung der dritten Unterfamilie Allobatinae, die ebenfalls als Schwestergruppe der Aromobatinae bezeichnet wird, was einen Widerspruch darstellt. Dies deutet darauf hin, dass die Autoren die Gattung Allobates ursprünglich zu den Aromobatinae zählen wollten und ihre Einstufung als eigene Unterfamilie Allobatinae erst nachträglich in den Text eingearbeitet haben.
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10.1080/00222933.2020.1727972

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Glanzschenkel-Baumsteiger (Allobates femoralis)

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Döring M (2022). German Wikipedia - Species Pages. Wikimedia Foundation. Checklist dataset https://doi.org/10.15468/4wn9dt accessed via GBIF.org on 2026-06-14.

LicensePublished 8/1/2022View dataset
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16c3f9cb-4b19-4553-ac8e-ebb90003aa02
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6585188
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8/24/2023
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5/28/2026