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Brachycephaloidea
Günther, 1858
GBIF:165209640
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Die Brachycephaloidea, auch Terrarana genannt, bilden eine Überfamilie für eine artenreiche Gruppe der Frösche (Anura), bei denen die Eier an Land abgelegt werden. Aus diesen schlüpfen fertige Jungfrösche, ohne ein Larvenstadium im Wasser zu durchleben.
CC-BY-SA 3.0
Zu den Brachycephaloidea werden auch folgende Gattungen gezählt, die aber bisher noch keiner Familie eindeutig zugeordnet werden konnten. Diese Stellung innerhalb der Überfamilie wird von den Wissenschaftlern als incertae sedis (unsichere Stellung) bezeichnet.
Gattung Atopophrynus Lynch & Ruiz-Carranza, 1982 einzige Art Atopophrynus syntomopus Lynch & Ruiz-Carranza, 1982 Gattung Dischidodactylus Lynch, 1979 Dischidodactylus colonnelloi Ayarzagüena, 1985 Dischidodactylus duidensis (Rivero, 1968) Gattung Geobatrachus Ruthven, 1915 einzige Art Geobatrachus walkeri Ruthven, 1915
Gattung Atopophrynus Lynch & Ruiz-Carranza, 1982 einzige Art Atopophrynus syntomopus Lynch & Ruiz-Carranza, 1982 Gattung Dischidodactylus Lynch, 1979 Dischidodactylus colonnelloi Ayarzagüena, 1985 Dischidodactylus duidensis (Rivero, 1968) Gattung Geobatrachus Ruthven, 1915 einzige Art Geobatrachus walkeri Ruthven, 1915
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Charakteristisches Kennzeichen der Gruppe ist ihre direkte Entwicklung, also das Fehlen des aquatilen Kaulquappenstadiums. Stattdessen vollzieht sich die Larvalentwicklung innerhalb der an feuchten Plätzen an Land abgelegten Eier und es schlüpfen fertige Jungfrösche aus. Somit ist es ihnen möglich, auch feuchte Lebensräume ohne offene Gewässer zu besiedeln. Ihre Haut ist auf der Bauchseite stärker durchblutet als bei anderen Froschlurchen.
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Die fast 1200 zu der Gruppe gezählten Arten – das sind 33 Prozent aller Neuwelt-Frösche und 16 Prozent der weltweit bekannten Froscharten – leben ausschließlich im subtropischen und tropischen Nord-, Mittel- und Südamerika, oft weit entfernt von Gewässern auf Baumwipfeln oder in größeren Höhenlagen. Auf den Westindischen Inseln stellen sie sogar 84 Prozent der gesamten Amphibiendiversität. Das Verbreitungsgebiet reicht von den südlichen USA bis ins nördliche Argentinien, die von ihnen besiedelten Biotope von karibischen Küstenwäldern bis zu den Páramos in den Anden in Höhen bis zu 4500 m.
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Die Brachycephaloidea (Terrarana) umfassen fast 1200 Froscharten aus fünf verschiedenen Familien mit insgesamt sechs Unterfamilien. Es können ihnen etwa 27 Gattungen und zahlreiche Artengruppen zugeordnet werden. Die Familie Hemiphractidae, die früher als Unterfamilie den Laubfröschen (Hylidae) zugerechnet wurde, wird in die Nähe dieser Gruppe gestellt. Zusammen mit dieser Familie bilden die Terrarana die Gruppe der Orthobatrachia.Laurie J. Vitt, Janalee P. Caldwell: Herpetology: An Introductory Biology of Amphibians and Reptiles. 4. Auflage, Elsevier Ltd, Oxford 2013, S. 165–167, ISBN 978-0-12-386919-7. Die Verwandtschaftsverhältnisse der Familien und Artengruppen innerhalb der Terrarana miteinander sind jedoch nicht endgültig geklärt. Auch molekulargenetische Methoden können nur bedingt zur Aufklärung der Stammesgeschichte dieser Frösche beitragen. Die drei Familien Craugastoridae, Brachycephalidae und Eleutherodactylidae wurden zur Überfamilie Brachycephaloidea zusammengefasst, die damit im Umfang mit der Gruppe der Terrarana ident ist. 2018 wurden die Craugastoridae in die Familien Ceuthomantidae, Strabomantidae und Craugastoridae (im engeren Sinn) aufgeteilt. Die wahrscheinlichen Verwandtschaftsbeziehungen der fünf Familien, bei denen die Entwicklung von der Larve zum Frosch im Ei stattfindet, verdeutlicht folgendes Kladogramm:
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Darwin Core Archive (ZIP)
CLASSIFICATION
Taxonomic Classification Tree
AnuraBrachycephaloidea
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