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Cistus creticus

Cistus creticus

Kretische Zistrose·L.

GBIF:165221595

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Die Kretische Zistrose (Cistus creticus), auch nicht eindeutig Graubehaarte ZistroseDieser Trivialnamen ist allerdings problematisch, da er eine Verwechselungsgefahr mit Cistus x incanus beinhaltet genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Zistrosen (Cistus) in der Familie der Zistrosengewächse (Cistaceae). Da Cistus incanus ein immer noch verwendetes Synonym für Cistus creticus ist, besteht Verwechselungsgefahr mit der Bezeichnung Cistus x incanus, welche ein Hybrid zwischen Cistus albidus und Cistus crispus ist. Hierzu siehe den Artikel über die Cistus x incanus. Beispielsweise verwendet die Kosmos-Mittelmeerflora von Schönfelder immer noch das Synonym Cistus incanus L. in Verbindung mit dem deutschen Trivialnamen ´Graubehaarte Zistrose´ für die Kretische Zistrose.
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Die Kretische Zistrose ist ein Zwergstrauch, der Wuchshöhen von 30 bis 100, selten bis 150 Zentimeter erreicht. Die Äste sind dicht weißlich behaart und klebrig-drüsig. Die gegenständigen und sitzenden, ganzrandigen Laubblätter sind eiförmig bis verkehrt-eiförmig oder elliptisch, messen 15 bis 25 (bis 50) × 8 bis 15 (bis 30) Millimeter und sind 3 bis 15 Millimeter lang gestielt, grün bis graugrün und fiedernervig. Sie sind behaart und drüsig. Die Nervatur ist auf der Oberseite eingeprägt und unterseits erhaben. Die zwittrigen, fünfzähligen, gestielten Blüten mit doppelter Blütenhülle erreichen einen Durchmesser von 4 bis 6 Zentimeter und stehen einzeln oder bis zu acht in doldenähnlichen Blütenständen. Die ungleichen Kelchblätter sind eiförmig, schmal zugespitzt bis spitz und mehr oder weniger behaart. Die fünf dachigen und breit verkehrt-eiförmigen Kronblätter mit gelbem bis weißem Zentrum sind purpurlich-rot oder dunkelrosa gefärbt und zerknittert. Der oberständige Fruchtknoten ist dicht behaart. Der Griffel mit breiter, kopfiger Narbe ist etwas kürzer wie die vielen kurzen Staubblätter. Die Blütezeit reicht von Dezember bis Juni. Es werden kleine, fünfklappige, lokulizidale und vielsamige, dicht behaarte, holzige Kapselfrüchte im beständigen Kelch gebildet. Die rötlich-braunen, glatten und harten Samen sind etwa 1 Millimeter groß. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.
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File:Cistus incanus - flower top (aka).jpg|Blüte File:Cistus incanus - leafs (aka).jpg|Blätter File:Episyrphus balteatus - head close-up (aka).jpg|[[Hainschwebfliege]] bei der Bestäubung File:Cistus creticus LC0069.jpg|Kretische Zistrose (''Cistus creticus'' subsp. ''creticus'')
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Christoph Weidner: Wunderpflanze Zistrose – Die unglaublichen Heilerfolge mit Cystus, Kopp Verlag, Rottenburg am Neckar 2011, ISBN 978-3-86445-013-6 Günter Harnisch: Cystus – Gesundheit und Schönheit aus der griechischen Wildpflanze, Turm-Verlag, Bietigheim 2019, ISBN 978-3-7999-0265-6 Guddat Falk: Cistus incanus. Natürlich gegen die Grippe, Books on Demand, Norderstedt 2006 Susanne Finzel: Cistus incanus: eine Heilpflanze neu entdeckt, Verlag Pro Gesundheit, Hamburg 2006, ISBN 978-3-00-018785-8·
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Der Name Cistus creticus wurde 1759 von Carl von Linné erstveröffentlicht. Der schon 1753 aufgestellte, meist im Sinne der Kretischen Zistrose fehlgedeutete Name Cistus incanus bezieht sich auf die Hybride Cistus ×incanus: Cistus albidus (Weißliche Zistrose) × Cistus crispus (Krause Zistrose). Ein weiteres geläufiges Synonym, das 1762 veröffentlicht wurde, ist Cistus villosus Die Kretische Zistrose wird in folgende Unterarten gegliedert:

Cistus creticus subsp. corsicus () & : Die Laubblätter ähneln subsp. eriocephalus. Die Kelchblätter besitzen wenige lange Haare, die die Sternhaare nicht verdecken. Die Stängel und die Blütenstiele sind sternhaarig. Cistus creticus subsp. creticus: Die Laubblätter sind nicht länger als 25 Millimeter und am Rand deutlich krauswellig. Die ganze Pflanze ist klebrig-drüsig und aromatisch. Cistus creticus subsp. eriocephalus () & : Die Laubblätter sind länger als 25 Millimeter und am Rand flach. Die Kelchblätter besitzen zahlreiche lange Haare, die die Sternhaare verdecken. Die Stängel und die Blütenstiele sind dicht weißzottig.
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Homotypic Cistus incanus subsp. creticus (L.) Heywood, Feddes Repert. 79: 60 (1968). Cistus incanus var. creticus (L.) Parl., Fl. Ital. 5: 575 (1873). Cistus villosus subsp. creticus (L.) Nyman, Consp. Fl. Eur. 70 (1878). Cistus villosus var. creticus (L.) Boiss., Fl. Orient. 1: 437 (1867). Cistus polymorphus f. creticus (L.) Batt. in Battandier & Trabut, Fl. Algerie Dicot.: 88 (1888). Cistus polymorphus var. creticus (L.) Ball, Spicil. Fl. Marocc. [Ball]: 342 (1877).



Heterotypic Cistus villosus f. albus O.E.Warb., J. Roy. Hort. Soc. 55: 239 (1930). Cistus creticus f. albus (O.E.Warb.) Demoly, Bull. Assoc. Parcs Bot. France 45: 47 (2008). Cistus complicatus Spruner ex Nyman, Consp. Fl. Eur. 70 (1878), non Lam., Encycl. 2(1): 14 (1786). Cistus cousturieri Sennen, Monde Pl. 32(191): 31 (1931), pro hybr. Cistus cupanianus J.Presl in C. Presl, Fl. Sicul. 1: 117 (1826). Cistus villosus var. dalmaticus H.Lindb., Iter Austr. Hung. 74 (1906). Cistus creticus var. dalmaticus (H.Lindb.) Greuter in Greuter & Rech.f., Boissiera 13: 54 (1967). Cistus dunalianus Sweet, Hort. Brit. 34 (1826). Cistus eriocephalus Viv., Fl. Cors. Prodr. 8 (1824). Cistus creticus f. flavus Demoly, Bull. Assoc. Parcs Bot. France 45: 47 (2008). Cistus garganicus Ten., Ind. Sem. Hort. Neap., 1829: 15 (1829). Cistus incanus Sm. in Sibth. & Sm., Fl. Graec. Prodr. 1(2): 363 (1809), Fl. Graeca 5: 76, t. 494 (1824), nom. illeg. non L., Sp. Pl. 1: 524 (1753). Cistus philothei Sennen & Mauricio, Diagn. Nouv. Pl. Espagne Maroc: 179 (1936 publ. 1951) pro hybr. Cistus polymorphus Willk., Icon. Descr. Pl. Nov. 2: 19 (1856), p.p., nom. illeg. Cistus polymorphus var. leiocarpus Rouy & Foucaud, Fl. France 2: 261 (1895). Cistus polymorphus f. leiocarpus (Rouy & Foucaud) Fiori in Fiori & Paol., Fl. Analitica d'Italia 1: 400 (1898). Cistus polymorphus subvar. leiocarpus (Rouy & Foucaud) Briq., Prodr. Fl. Corse 2(2): 173 (1935). Cistus polymorphus var. vulgaris Willk., Icon. Descr. Pl. Nov. 2: 22, tab. 81 fig. 1 (1856), nom. illeg. Cistus ponticus Juz., Spisok Rast. Gerb. Fl. S.S.S.R. Bot. Inst. Vsesojuzn. Akad. Nauk 13: 79 (1955). Cistus incanus var. reichenbachii Hochr., Annuaire Conserv. Jard. Bot. Geneve 7–8: 182 (1904). Cistus riphienensis Pau, Bol. Soc. Ibér. Ci. Nat. 31(10): 97 (1932 publ. 1934), pro hybr. Cistus rotundifolius Sweet, Cistineae tab. 75 (1826). Cistus villosus var. rotundifolius (Sweet) Grosser, Pflanzenr. 14: 16 (1903). Cistus vinyalsii Sennen, Diagn. Nouv. Pl. Espagne Maroc: 179 (1936 publ. 1951) pro hybr. Cistus vulgaris Spach, Ann. Sci. Nat., Bot. sér. 2, 6: 368 (1836). Cistus villosus L., Sp. Pl. ed. 2: 736 (1762) (as “Cistus pilosus”, see L., Gen. Pl. ed. 6: pag. ult. 1764.). Cistus incanus subsp. villosus (L.) Murb., Lunds Univ. Arsskr. 33: 13 (1897). Cistus incanus var. villosus (L.) Fiori in Fiori & Paol., Fl. Analitica d'Italia 1: 400 (1898). Cistus polymorphus proles villosus (L.) Samp., Ann. Sci. Acad. Polytechn. Porto 4: 63 (1909), nom. illeg. Cistus polymorphus subsp. villosus (L.) Willk., Icon. Descr. Pl. Nov. 2: 22 (1857), nom. superfl. Cistus vulgaris var. villosus (L.) Spach, Hist. Nat. Vég. 6: 87 (1838), nom. superfl. Cistus villosus var. genuinus Boiss., Fl. Orient. 1: 437 (1867), p.p., nom. inval.
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Tee miniatur|300px|Cistus creticus getrocknet und geschnitten zur Tee-Zubereitung Eine Varietät von Cistus creticus wird in Griechenland und in Mitteleuropa als Haustee verwendet. Auch für die Antike ist die Verwendung – neben den medizinalen Anwendungen – als Gebrauchstee nachgewiesen.D. E. Brussell: Medicinal Plants of Mt. Pelion, Greece. In: Economic Botany. Band 58 (Ergänzungsband 1), 2004, S. 174–202, . Zur inneren Anwendung wird Zistrose als Aufguss oder als Dekokt getrunken. In stärkerer Dosierung kann dies auch äußerlich angewendet werden.Life-in-Balance.net: Anwendungsgebiete von Cistus Incanus 2012.

Verwendung als Heilpflanze

Traditionelle Anwendung Die in den Blättern von Cistus creticus enthaltenen Polyphenole (Gerbstoffe wie Ellagitannine und Proanthocyanidine sowie Flavonoide) haben eine adstringierende Wirkung. Auszüge daraus werden daher volksmedizinisch zur Behandlung von Hautkrankheiten und Durchfall verwendet.

Untersuchungen über antivirale Wirkung Darüber hinaus wird Cistus creticus eine antivirale Wirkung zugesprochen. So zeigte ein standardisierter Zistrosen-Extrakt in vitro (in Zellkulturen) und im Tierversuch eine antivirale Wirkung, darunter auch gegen verschiedene Influenzaerreger, wobei der antivirale Effekt durch eine – reversible – physikalische Interaktion des Extrakts mit Proteinen von Virusoberflächen zustande kommen soll. Studien zur therapeutischen Wirksamkeit bei viralen Infekten weisen hingegen abweichende Ergebnisse auf und werden unter Pharmakologen und Medizinern diskutiert. Im Jahr 2016 von Wissenschaftlerinnen am Helmholtz Zentrum München publizierte Forschungen zeigten, dass Extrakte aus Cistus creticus in vitro sogar lebensbedrohliche Viren wie das Ebolavirus inaktivieren und deren Vermehrung unterbinden können.Antivirale Aktivität gegen HIV und Ebolaviren in Zellkulturen. bei Helmholtz Zentrum München, 2. Februar 2016.

Anwendung bei Borreliose Positive Erfahrungsberichte aus Selbsthilfegruppen von Borreliosepatienten über erhebliche Schmerzlinderung nach der Einnahme von Cistus-creticus-Blattzubereitungen regten Forscher am pharmazeutischen Institut der Universität Leipzig zu Untersuchungen an, die in vitro durch Extrakte aus Cistus creticus starke Wachstumshemmung bei Borrelien nachwiesen.A. Hutschenreuther et al.: Growth inhibiting activity of volatile oil from Cistus creticus L. against Borrelia burgdorferi s. s. in vitro. In: Pharmazie. 65(4), 2010, S. 290–295.

Allgemeine Kritik Studien bis ins Jahr 2009 wiesen angeblich nur bei äußerlicher Anwendung eine Wirkung auf verschiedene Krankheitserreger nach, entweder in vitro oder im Pflanzenschutz. Von Kritikern wurde jedoch hervorgehoben, dass die dafür verantwortlichen Inhaltsstoffe, die polymeren Polyphenole, kaum bioverfügbar seien und daher eine therapeutische Anwendung bei Tier und Mensch lediglich – zum Beispiel mittels eines Aerosols – lokal wirksam sein könne, nicht aber bei peroraler Verabreichung systemisch, also für den gesamten Organismus.
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Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich nahezu über den gesamten Mittelmeerraum mit Ausnahme der Iberischen Halbinsel. Generell tritt diese Art im Westen seltener auf. Die Kretische Zistrose besiedelt Garigues und Macchien sowohl auf Kalk- als auch auf Silikatgestein. Auf Kreta kommt sie in Höhenlagen von 0 bis 1200 Meter vor.
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Cistus creticus f. albuserhältlich in der Pépinière Filippi in Mèze, Südfrankreich (weißblütig) Cistus creticus ´Ano Moulia´ Cistus creticus ´Bali´ Cistus creticus ´Calcosalto´ Cistus creticus ´Heraklion´ Cistus creticus ´Saint Florent´
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Common names used for this species across different languages and regions. 1 preferred.

deuKretische Zistrosedeu

Vernacular (common) names are the everyday names used for a species in different languages and regions. A single species may have dozens of common names worldwide. 1 name preferred.

deuKretische Zistrose
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Döring M (2022). German Wikipedia - Species Pages. Wikimedia Foundation. Checklist dataset https://doi.org/10.15468/4wn9dt accessed via GBIF.org on 2026-06-15.

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Last Interpreted
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