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Fumana

Fumana

Nadelröschen(+1)·(Dunal) Spach

GBIF:193604689

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Fumana, auch Nadelröschen bzw. vereinzelt auch HeideröschenBrockhaus Enzyklopädie / 20. Auflage bzw. Sonnenröschen genannt, ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Zistrosengewächse (Cistaceae). Die etwa 20 Arten gedeihen sowohl meist im subtropisch-mediterranen Klima als auch im warm-gemäßigten Klima Europas und Nordafrikas, Vorderasiens und des Nahen Ostens. Das Zentrum der Artenvielfalt liegt im Mittelmeerraum.
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Vegetative Merkmale Fumana-Arten wachsen als mehrjährige, ausdauernde krautige Pflanzen und oft als Zwergsträucher. Die länglich-elliptischen Laubblätter sind drüsig behaart, grün bis graugrün und gegen- bis meist wechselständig angeordnet, 5–15 mm lang und bis 5 mm breit.

Generative Merkmale Die zwittrigen Blüten sind bei einem Durchmesser von 2 bis 5 Zentimetern radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle (Perianth). Kleistogame Blüten können vorkommen. Die Kelchblätter sind ungleich. Die fünf Kronblätter sind gelb. Basalflecken wie bspw. bei Cistus ladanifer (Syn.: Halimium lasianthum), Helianthemum nummularium oder Tuberaria guttata fehlen hier gänzlich. Es sind viele Staubblätter vorhanden und der Griffel ist schlank und die breite Narbe ist gelappt. Die mehrsamige Kapselfrucht kann bis ca. 1 cm groß werden, sie öffnet sich mit drei Klappen.
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Der Gattungsname Fumana von Thomas Bartholin (1673) geschaffen, kommt wahrscheinlich vom gräulichen Aussehen der behaarten Blätter, die wie geräuchert aussehen. Das lateinischen Wort fumus, gleichbedeutend mit Rauch, war hier wohl namensgebend.
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Ihre Habitate sind u. a. Garigues, Felsheiden, Macchien, auf sandigen, felsigen und kalkhaltigen Böden, in Baden-Württemberg auf trockenen, nährstoffarmen, basenreichen Sandböden und auf feinerdearmen Felsstandorten in lückigen Trockenrasen. mini|Arabisches Nadelröschen (Fumana arabica) mini|Thymianblättriges Nadelröschen (Fumana thymifolia) mini|Aufrechtes Nadelröschen (Fumana ericoides) mini|Gewöhnliches Nadelröschen (Fumana procumbens)
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Die Gattung Fumana wurde 1836 durch Édouard Sprach in Conspectus Monographiae Cistacearum. in Annales des Sciences Naturelles Botanique, sér. 2, 6, S. 357–375 aufgestellt.É. Spach: Conspectus Monographiae Cistacearum. In: Annales des Sciences Naturelles, Botanique. sér. 2, Band 6, 1836, S. 357–375. Der Artikel über Fumana stammt vom französischen Botanik-Professor Michel Félix Dunal aus Montpellier. Die Gattung Fumana gehört zur Familie der Cistaceae.E. von Raab-Straube (2018+): Cistaceae. Datenblatt Fumana. In: Euro+Med PlantBase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Die Gattung Fumana bildete früher eine eigene Sektion in der Gattung Helianthemum. In dem Standardwerk Flora Europae sind 9 Arten verzeichnet. Hier fehlen einige Arten: F. fontanesii, F. fontqueri, F. grandiflora, F. juniperina, F. lacidulemiensis, F. laevis, und F. trisperma. Die aufgelistete Art Fumana pinatzii wird als heterotypisches Synonym von F. arabica gesehen. Synonyme sind auch F. baetica, F. ericifolia und F. hispidula. Es gibt etwa 20 Fumana-Arten:Fumana bei KEW.

Fumana aciphylla Aus Griechenland und Türkei Arabisches Nadelröschen (Fumana arabica ): Aus dem östl. Mittelmeerraum, Nordafrika, Arab. Halbinsel bis in den Iran Bonaparte-Nadelröschen (Fumana bonapartei ): Aus Griechenland und Balkanhalbinsel Aufrechtes Nadelröschen (Fumana ericoides ): Aus Portugal, Spanien, Kreta, Südfrankreich, Italien, Sardinien, Sizilien, Balkan Fumana fontanesii : Sie kommt in Tunesien, Algerien und Marokko vor. Fumana fontqueri : Aus Marokko Großblütiges Nadelröschen (Fumana grandiflora ): Aus der Türkei Wacholder-Nadelröschen (Fumana juniperina ): Aus Spanien und Marokko Fumana lacidulemiensis : Aus Spanien Glattes Nadelröschen (Fumana laevis ): Aus Spanien Glattstieliges Nadelröschen (Fumana laevipes (L.) Spach): Aus Portugal, Spanien, Balearen, Kreta, Südfrankreich, Italien, Sardinien, Sizilien, Balkan Fumana oligosperma : Aus der Türkei, Libanon und Syrien Fumana paphlagonica : Aus der Türkei und Griechenland Fumana paradoxa : Aus Spanien und Marokko Gewöhnliches Nadelröschen (Fumana procumbens ): Diese Art kommt im nördlichen Mittelmeerraum und Mitteleuropa bis in den Iran vor. Fumana scoparia : Aus Spanien, Kreta, Italien, Griechenland, Türkei und Nordafrika. Thymianblättriges Nadelröschen (Fumana thymifolia ): Aus Portugal, Spanien, Balearen, Korsika, Kreta, Südfrankreich, Italien, Sardinien, Sizilien, Balkan, Türkei Fumana trisperma : Aus der Türkei Fumana viridis : Türkei, Naher Osten und Italien, Spanien, Frankreich, Marokko, Tunesien

Es wird zwischen drei Untergattungen unterschieden: der Subgenus I. Fumana (F. scoparia, F. paradoxa, F. lacidulemiensis, F. ericoides, F. procumbens), der Subgenus II. Pomelina (F. fontanesii) und der Subgenus III. Fumanopsis (F. laevipes, F. thymifolia, F. laevis, F. juiperina).Flora iberica, LXVI. Cistaceae. Fumana, S. 422–436, online. Die Zusammengehörigkeit der Untergattungen, und damit die Monophylie der Gattung, wurde in einer genetischen Untersuchung bestätigt.Beatriz Guzmán, Pablo Vargas: Historical biogeography and character evolution of Cistaceae (Malvales) based on analysis of plastid rbcL and trnL-trnF sequences. In: Organisms Diversity & Evolution. Band 9, Nr. 2, 2009, S. 83–99. doi:10.1016/j.ode.2009.01.001.
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Gewöhnliches Nadelröschen (Fumana procumbens)

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