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Hydrozoa
Hydrozoen·Owen, 1843
GBIF:100349712
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Die Hydrozoen (Hydrozoa) sind eine etwa 3200 bis 3500 Arten umfassende Klasse der Nesseltiere (Cnidaria). Sie werden in zwei Unterklassen unterteilt. Die in recht vielfältiger Erscheinungsform auftretenden Tiere durchlaufen zumeist ein Polypen- und ein Medusenstadium. Nur wenige Hydrozoen kommen im Süßwasser vor. Sie dienen als wichtiger Bioindikator, das heißt, als Zeigertier geben sie wichtige Hinweise zur Einschätzung des Zustandes der Umwelt und des Ökosystems.
CC-BY-SA 3.0
Hydrozoen besitzen eine zellfreie Mesogloea, dieses gallertartige Gewebe füllt den Zwischenraum zwischen der Gastrodermis- und der äußeren Epidermisschicht aus. Hervor zu heben sind die interstitiellen Zellen, welche den Hydrozoen eine außergewöhnliche Regenerationsfähigkeit ermöglichen. Ob diese eine evolutive Neuentwicklung der Hydrozoen sind, ist nicht abschließend geklärt.Evolutionäre Abstammung der interstitiellen Zellen
CC-BY-SA 3.0
Hydrozoen sind meist getrenntgeschlechtlich, also gibt es männliche und weibliche Polypen. Diese bilden sehr häufig Kolonien, in denen es zu Polymorphismus kommt. Dabei treten Differenzierungen in Fresspolypen, mit nematocystenreichen Tentakeln, und Geschlechtspolypen, ohne Tentakel, auf. Diese sind dann über einen gemeinsamen Gastralraum verbunden. Kolonien können entweder fest verankert oder auch freischwimmend sein (Physalia physalis). Bei manchen Arten ist auch eine sogenannte Theca ausgebildet, eine Schutzröhre, in welche sich die Polypen zurückziehen können. In den Geschlechtspolypen bilden sich durch Knospung kleine Medusen, welche sich abschnüren und frei beweglich davonschwimmen. Diese Medusen setzen aus ihren Gonaden Eizellen und Spermien frei, daraufhin kommt es zu einer Befruchtung. Die entstehende Planulalarve setzt sich dann z. B. wieder auf dem jeweiligen Substrat fest und bildet neue Polypen. Es gibt auch Arten, in denen sich die Medusen nicht vom Geschlechtspolyp abschnüren und dort ihre Gameten abscheiden. Bei diesen Arten kommt abgesehen von der Planula kein freibewegliches Stadium vor.
CC-BY-SA 3.0
mini|Feuerkorallen(Millepora sp.) Die hier angegebene Systematik folgt den Angaben der World Hydrozoa Database.
Unterklasse Trachylinae Haeckel, 1879 Ordnung Actinulidae Swedmark & Teissier, 1959 Ordnung Limnomedusae Kramp, 1938 Ordnung Narcomedusae Haeckel, 1879 Ordnung Trachymedusae Haeckel, 1866 Unterklasse Hydroidolina Marques in Collins, 2000 Ordnung Leptothecata Cornelius, 1992 Unterordnung Conica Broch, 1910 Unterordnung Proboscidoidea Broch, 1910 Ordnung Anthoathecata Cornelius, 1992 Unterordnung Filifera Kühn, 1913 Unterordnung Capitata Kühn, 1913 Ordnung Staatsquallen (Siphonophorae Eschscholtz, 1829) Unterordnung Calycophorae Leuckart, 1854 Unterordnung Cystonectae Haeckel, 1888 Unterordnung Physonectae Haeckel, 1888
Bouillon & Boero (2000) schlagen aufgrund morphologischer Analysen vor, die Hydrozoen in den Rang einer Superklasse zu erheben. Die Superklasse wird in die drei Klassen Automedusa, Hydroidomedusa und Polypodiozoa unterteilt. Daly et al. (2007) gehen jedoch nicht auf diese alternative Untergliederung der Hydrozoa ein.
Unterklasse Trachylinae Haeckel, 1879 Ordnung Actinulidae Swedmark & Teissier, 1959 Ordnung Limnomedusae Kramp, 1938 Ordnung Narcomedusae Haeckel, 1879 Ordnung Trachymedusae Haeckel, 1866 Unterklasse Hydroidolina Marques in Collins, 2000 Ordnung Leptothecata Cornelius, 1992 Unterordnung Conica Broch, 1910 Unterordnung Proboscidoidea Broch, 1910 Ordnung Anthoathecata Cornelius, 1992 Unterordnung Filifera Kühn, 1913 Unterordnung Capitata Kühn, 1913 Ordnung Staatsquallen (Siphonophorae Eschscholtz, 1829) Unterordnung Calycophorae Leuckart, 1854 Unterordnung Cystonectae Haeckel, 1888 Unterordnung Physonectae Haeckel, 1888
Bouillon & Boero (2000) schlagen aufgrund morphologischer Analysen vor, die Hydrozoen in den Rang einer Superklasse zu erheben. Die Superklasse wird in die drei Klassen Automedusa, Hydroidomedusa und Polypodiozoa unterteilt. Daly et al. (2007) gehen jedoch nicht auf diese alternative Untergliederung der Hydrozoa ein.
CC-BY-SA 3.0
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Darwin Core Archive (ZIP)
Common names used for this species across different languages and regions. 1 preferred.
Hydrozoendeu★
Vernacular (common) names are the everyday names used for a species in different languages and regions. A single species may have dozens of common names worldwide. 1 name preferred.
Hydrozoen
deu★ preferred
CLASSIFICATION
Taxonomic Classification Tree
CnidariaHydrozoa
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